Donnerstag, 25. Oktober 2012

Lost Girl: Im Schatten der Anderen


Sie wurde erschaffen, 
um ihre Andere zu ersetzen.
Was sie ist?
Sie ist ein Echo...

Daten zum Buch:

Titel: Lost Girl: Im Schatten der Anderen
Autor/in: Sangu Mandanna
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Einband: Gebunden mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 437 + Leseprobe (Wolfszeit - Nina Blazon)
Erschienen: Juli 2012
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-473-40080-5

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Anmerkung zum Cover:

Es ist lila ♥ 
An sich ist das Cover schlicht gehalten. Man sieht 2 Mädchen, die sich aufs Haar gleichen. Amarra und ihr Echo. Mehr ist auch nicht zu sehen, außer dem Titel, der durch seine Schriftart auffällt. 
Gerade durch die Schlichtheit, überzeugt mich das Cover.

Klappentext (Ravensburger):

Sie darf nicht wählen,
wen sie liebt.
Sie muss verschweigen,
was sie träumt.
Sie kann nicht leben,
wie sie will.

Inhalt:

Sie ist Amarras Echo. Sie lebt abgeschieden, damit niemand sie entdeckt, denn Echos (exakte Kopien der Anderen) sind nicht gern gesehen und in einigen Ländern sogar verboten. Sie muss alles über Amarra wissen, muss mögen was sie mag, lesen was sie liest und muss lieben wen sie liebt. Aber das ist ziemlich schwierig, denn sie hat ihren eigenen Kopf. Amarra ist ein liebenswürdiges Mädchen, welches Streit aus dem Weg geht. Sie ist ein kleiner Dickkopf, legt sich gerne mal mit anderen an und hat ein heimliches Hobby von dem eigentlich niemand wissen darf. Außerdem wünscht sie sich nichts sehnlicher als einen eigenen Namen, denn sie möchte sie selbst sein und nicht Amarra. Doch alles was sie von Amarra abhebt, könnte im Fall, dass sie ihren Platz einnehmen muss gefährlich werden. 

Und eines Tages ist es soweit. Sie muss Amarras Platz einnehmen. Es gestaltet sich schwieriger als sie gedacht hätte und sie muss alles tun, damit sie nicht enttarnt wird. Das hätte schwere Folgen für sie und Amarras Familie...

Hauptcharaktere:

Amarras Echo ist eigenwillig, neugierig und das krasse Gegenteil von ihr. Sie möchte einen eigenen Namen haben und auch wenn sie es nicht darf ist sie verliebt. Trotz allem ist sie wirklich sympathisch. Man kann ihre Beweggründe gut nachvollziehen. Man leidet mit ihr, in allen Lebenslagen und man bekommt richtig Herzklopfen, wenn sie es bekommt.

Amarra ist ruhig, bleibt immer beherrscht und hasst ihr Echo. Man erfährt nur das über sie, was auch ihr Echo erfährt. Dadurch wirkt sie relativ steif und unsympatisch. Um zu zeigen, dass sie Herrin über alles ist, tut sie etwas, was auch ihr Echo tun muss, was wieder zeigt, wie sehr sie den Gedanken verabscheut, dass ihr Echo irgendwann ihren Platz einnehmen könnte.

Sangu Mandanna hat eine Menge liebenswürdige Charaktere geschaffen. Sogar die "bösen" wachsen einem irgendwie ans Herz. Einen der Meister (die Macher der Echos) mochte ich sogar besonders arg.



Meine Meinung:

"Lost Girl" begeistert ab der ersten Seite. Es gibt sogar eine kleine Geschichte zu dem Buch. Ich war auf einem Bloggertreffen (in Stuttgart), bei dem ich mir die Leseprobe von "Lost Girl" besorgt habe. Da ich kein Buch dabei hatte (Schande über mich), habe ich die Leseprobe direkt auf der Rückfahrt gelesen und schon da wollte ich das Buch unbedingt haben, da mich der Stil und die Story schon gefangen genommen haben.

Das Buch hat eine sehr interessante Geschichte, die sehr realistisch gehalten wird, trotz der Erschaffung der Echos. Nie hat man das Gefühl in einer anderen Welt zu sein (abgesehen vom Land natürlich). Was mir ein bisschen schwer viel, war die Personenbeschreibung von Amarra bzw. ihrem Echo. Warum kann ich nicht sagen, eventuell wegen der Nationalität, die in den Büchern die ich sonst lese eher untypisch ist und weil meine Heldinnen immer Ähnlichkeit miteinander haben.

Von Seite zu Seite wird immer mehr Spannung aufgebaut. Es ist wie eine Achterbahn, vor allem weil sie alles tun muss, damit niemand erfährt wer sie wirklich ist. Die Geschichte ist aus der Sicht von Amarras Echo geschrieben. Da das Buch von der Thematik her eher futuristisch ist, ist es in der Gegenwartsform geschrieben. Gerade für Fans von dystopischen Romanen, dürfte "Lost Girl" interessant sein, aber durch den tollen Erzählstil, auch für alle anderen geeignet. Wer sich auf die Thematik einlassen kann, wird von "Lost Girl" absolut begeistert sein. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich ziemlich schnell fertig war und am liebsten mehr gelesen hätte.

Mit dem Ende, kann das Buch gut alleine stehen, aber ich habe natürlich recherchiert, denn es könnte noch mehr kommen. Und tatsächlich, eigentlich war "Lost Girl" als Beginn einer Reihe gedacht. Doch momentan ist es als Einzeltitel erschienen. Sie hat noch Sachen in Petto, aber sie macht es davon abhängig, wie gut "Buch 1" ankommt. Nachzulesen in den FAQ ihrer Homepage: http://www.sangumandanna.com/FAQ.html

Es gibt genügend Liebe in dem Buch und trotzdem wir es nie zu kitschig. Die Liebesgeschichte steht nicht im Mittelpunkt und trotzdem ist sie immer irgendwie präsent. Sowas gefällt mir!

Fazit:

Ein Buch welches mich lange nicht losgelassen hat. Eines meiner Highlights des Monats. "Lost Girl" verzaubert durch eine tolle Story, sympatischen Charakteren und einer Achterbahn der Gefühle. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung:


5 Sterne

Ein herzliches Dankeschön geht an:

http://www.bloggdeinbuch.de/

und


http://www.ravensburger.de

für das Leseexemplar und das Auswählen meines Blogs.





Donnerstag, 18. Oktober 2012

White Horse

Eine Seuche, die die Menschheit ausrottet.
Ihr Name ist: White Horse

Daten zum Buch:
Titel: White Horse
Autor/in: Alex Adams
Verlag: Piper
Einband: Broschiert
Seitenzahl: 444
Erschienen: September 2012
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3492702522

Anmerkung zum Cover:

Das Cover lässt die Atmosphäre des Buches bereits erahnen. Die dunklen Farben und das Trostlose Motiv verstärken diesen Eindruck. Man sieht eine junge Frau, welche verwahrlost aussieht und den Kopf hängen lässt. Bei genaurem hinsehen, erkennt man, dass sie in die Kamera schaut, was irgendwie gruselig aussieht. Auf der Rückseite wird das Cover weitergeführt. Man sieht wieder die junge Frau, nur dieses mal erkennt man mehr vom Gesicht. Sie ist ziemlich blass und hält ein Messer in der Hand.
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches und ist meiner Meinung nach wirklich gelungen.

Klappentext (Piper):

Damals ...
nahm ich unsere Welt für selbstverständlich.


Jetzt ...
würde ich alles tun, um sie zu retten.


Inhalt:

Damals: Zoe ist einfache Putzfrau in einem Medizinkonzern. Ihr Leben läuft eigentlich ganz normal, bis eines Tages ein seltsames Gefäß in ihrer Wohnung steht. Sie hat Angst, denn eigentlich ist ihre Wohnung durch Sicherheitsmechanismen vor Eindringen geschützt.

Jetzt steht es also da rum, dieses Gefäß. Es ist nichts besonderes, scheint Antik zu sein, aber ohne großartige Verzierungen. Um mit der Situation klar zu kommen, wendet sie sich an einen Therapeuten, Nick. Sie erzählt ihm von dem Gefäß, verpackt es aber in einen immer wieder kehrenden Traum.
Als eines Tages die Katze ihres besten Freundes verschwindet und dieser daraufhin Krank wird, weiß sie, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Jetzt: Zoe tut alles um zu überleben. Sie ist schwanger und die Welt droht unterzugehen. Ihr Ziel ist Griechenland, denn sie hofft, dort jemanden zu finden....

Wichtige Charaktere:

Anmerkung: Bei den Charakteren war es etwas schwer sie zu beschreiben, da das Buch ständig in der Zeit wechselt. Ich habe jedoch versucht es so gut wie möglich hinzubekommen.

Damals: Zoe ist 31 und arbeitet als Putzkraft in einem Medizinkonzern. Anfangs ist sie eher vorsichtig, vor allem als ein komisches Gefäß in ihren Räumlichkeiten auftaucht. Um sich über diesen Vorfall unterhalten zu können, sucht sie einen Therapeuten auf, mit dem sie sich, verschlüsselt, über das Gefäß unterhält. Sie hat eine Schwester und einen besten Freund, der ihr wirklich alles bedeutet. Außerdem hat sie eine Schwäche für oben genannten Therapeuten.

Jetzt: Zoey tut alles um zu überleben. Doch eines möchte sie unbedingt behalten: ihre Menschlichkeit. Daher scheut sie vorm Töten. Trotzdem kam sie meiner Meinung nach etwas Gefühlskalt rüber. Sie hat ein Ziel und von diesem Ziel lässt sie sich durch nichts fernhalten.

Damals: Nick ist Zoeys Therapeut. Er versucht herauszufinden was in ihr vorgeht. Er ist aufgeschlossen und wirklich sympathisch. Auch als Leser mag man ihn direkt nach seinem ersten Auftritt. Nachdem einiges passiert ist, muss er zum Militär um auszuhelfen, was Zoey wahnsinnig macht. Sie besucht regelmäßig die Bibliothek, um die Liste der Verstorbenen zu überprüfen.

Jetzt: Nick ist verschwunden.

Meine Meinung:

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch meistens ziemlich genervt hat. Die Story hatte so viel Potential, welches leider ungenutzt blieb. Ich komme jetzt aber erst einmal zu den positiven Aspekten:

Die Atmosphäre ist toll. Perfekt für einen dystopischen Roman. Alles ist sehr düster gehalten, es herrscht Endzeit-Stimmung und man weiß, dass es noch ziemlich ernst werden kann für die Protagonistin. Auch in den Szenen, die im "Damals" spielen, herrscht diese Stimmung, denn hier hat die Seuche ja ihren Ursprung. Man merkt auch, dass es absolut kein Jugendroman ist, denn einige Stellen sind zwar ziemlich grausam und nichts für schwache Gemüter, aber genau das ist es, was das Buch ausmacht.

Ein weiterer Pluspunkt ist der Schreibstil der Autorin. Das Buch lässt sich schnell lesen und die Spannung wird aufrecht erhalten. Es wird auch nur das nötigste beschrieben, sodass man nicht mit Beschreibungen überflutet wird.

Und nun leider zu den negativen Punkten:

Zoey. Diese 31 Jährige benimmt sich nicht wie eine Erwachsene Frau. Sie handelt unüberlegt und generell erschien sie eher wie ein Teenager. Da gab es wirklich einige Stellen wo ich dachte: Sowas würde nicht einmal ich tun. Sie versucht menschlich zu bleiben, d.h. nicht zu töten. Wäre ich in ihrer Lage gewesen, hätte ich mir darüber keine großen Gedanken gemacht, sondern nur daran gedacht zu überleben. Was mich auch ein bisschen gestört hat, ich weiß aber nicht ob andere ebenso Empfinden... Zoey erinnert vom Wesen her sehr an Katniss (Die Tribute von Panem). Würde mich wirklich interessieren, ob das noch jemand so empfunden hat.

Eine weitere Person die mich sehr genervt hat: Lisa. Ich meine am Anfang hatte ich wirklich vollstes Verständnis für das arme Ding, aber umso weiter ich las, umso schlimmer wurde es. (Kleine Anmerkung: Ich kann euch leider nicht erzählen, was mich so gestört hat, sonst würde ich euch eventuell spoilern, was ich nicht möchte)

Leider hat die Autorin auch einige Dinge eingebaut, die absolut keinen Sinn ergeben. Diese Dinge und Stellen häufen sich vor allem gegen Ende des Buches. Manch einer würde jetzt vielleicht sagen: Ach warte doch erstmal Band 2 ab, aber ein zweiter Band, in dem es weder um Zoey, noch um die anderen geht... da halte ich eine Aufklärung eher für unwahrscheinlich. Zu den unlogischen Dingen gehört auch die Sache mit dem Wetter. Erst wird ein großes Spektakel darum gemacht, damit von einer Seite zur nächsten alles wieder gut ist, dasselbe ist auch mit dem Krieg. Diese Aufklärungen hätten mich wirklich interessiert und am Ende stand ich vor unvollendeten Tatsachen, was wirklich schade ist.

Und nun komm ich zum letzten Störfaktor. Alles war schon irgendwoher bekannt. Die Seuche mit den Mutationen erinnert stark an Resident Evil, was meines Erachtens nicht soo schlimm gewesen wäre. Viel schlimmer war diese eine Szene. Außer ein paar kleine geänderte Faktoren, kannte ich diese Szene, und ich wusste genau wie sie endet. (Wieder eine Sache die "White Horse" mit "Die Tribute von Panem" gemein hat.) Kann natürlich sein, dass nur ich das so empfand, aber mich hat es wirklich gestört.

Das Buch ist aus Zoeys Sicht (Ich-Perspektive) geschrieben. Auch hier handelt es sich um eine Dystopie, welche in der Gegenwartsform geschrieben ist. Die Damals und Jetzt Abschnitte sind nicht Kapitel abhängig, sondern es wird in den einzelnen Kapiteln öfter hin und her gewechselt, was manchmal etwas verwirrt.

Fazit:

Für mich als Dystopie Fan leider eine Enttäuschung. Man hätte so viel daraus machen können. Ich werde den Folge Teil "Red Horse" vielleicht mal anlesen, aber da das Ende abgeschlossen ist, ist es für mich kein Must-Read.

Bewertung:


2 Sterne

Ein herzliches Dankeschön geht an LovelyBooks und Piper für diese Leserunde und die Möglichkeit neue Bücher zu entdecken!








Donnerstag, 4. Oktober 2012

Glossybox Young Beauty

Liebe Leseratten :)

dies ist wohl eher für die weiblichen Leser des Bloggs interessant.

Ich habe mir heute mal die Glossybox Young Beauty bestellt. Ich hatte früher bereits die normale Glossybox getestet und war eher enttäuscht, weswegen ich sie auch gekündigt habe. Der Inhalt der Glossybox Young Beauty sieht um einiges Vielversprechender aus, weshalb ich schon sehr gespannt darauf bin.

Sie kostet 9,95 € und wird alle 2 Monate verschickt, wobei ich, wenn ich das richtig verstanden habe, noch die Augustbox bekomme. Ich freu mich auf jeden Fall schon richtig darauf, und werde euch, falls Interesse besteht, die Produkte vorstellen.

Also, lasst es mich wissen, wenn ihr über meine erste Glossybox Young Beauty lesen möchtet :)

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Renegade: Tiefenrausch

Eine Welt unter Wasser 

 ~ Elysium

Ein Mädchen für das Volk 

            ~ Evelyn

Und ein Junge, der Evelyns Weltbild auf den Kopf stellt...

                              ~ Gavin 


Daten zum Buch:
Titel: Renegade: Tiefenrausch
Autor/in: J. A. Souders
Verlag: ivi
Einband: Gebunden
Seitenzahl: 359 (ohne Danksagung)
Erschienen: August 2012
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3492702812

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Thalia.de: *klick*
Amazon.de: Renegade: Tiefenrausch

Anmerkung zum Cover:

Dieses Buch fällt meiner Meinung nach zuerst durch das Cover auf. Einerseits ist es "relativ" schlicht gehalten, andererseits sticht es im Buchhandel heraus. Das dunkle Blau spiegelt das Meer wieder, der Wassertropfen Elysium. Das Mädchen ist gefangen in dem Tropfen, was Evelyns Situation wiederspiegelt. Das Cover ist wirklich gelungen.

Aber auch die restliche Aufmachung des Buches.
Nimmt man den Schutzumschlag ab, erscheint ein metallisch schimmerndes Lila darunter. Das pinke Lesebändchen passt farblich auch wunderbar dazu.

Kurzbeschreibung:


"SO VIELE ERINNERUNGEN, ALLE
VERLOREN. SO VIELES, WAS ICH MIR
ZURÜCKHOLEN MUSS... WIEDER
EINMAL. BIS SIE MIR DAS NÄCHSTE
MAL ALLES WEGNEHMEN. ABER
DIESMAL NICHT. DIESMAL NICHT!"

Evie ist eine Gefangene, ohne es
zu wissen - und ihr scheinbar perfektes
Leben eine einzige Lüge. Genauso wie
alles in Elysium, der paradiesischen
Stadt am Grunde des Ozeans. Erst als
Gavin, ein Bewohner der Oberfläche, in
ihre Welt eindringt, gelingt es Evie, 
aus ihrem tiefen Rausch zu erwachen -
und zu erkennen, dass ihre eigene 
Mutter ihr größter Feind ist!

Inhalt:

Mein Leben ist absolut perfekt.

Wie ein Mantra läuft dieser Satz in Evelyns Kopf ab. Sie fühlt sich richtig wohl in Elysium. Sie hat ihren eigenen Garten, mit Blick auf die Unterwasserwelt, ist die Tochter von Mutter, der Herrscherin in Elysium und lebt absolut behütet. Da Evie vergesslich ist, muss sie zu einem Therapeuten, aber sie ist froh jemanden zum reden zu haben. Mutter hat 3 mögliche Verpaarungs Kandidaten ausgewählt, aus denen Evelyn wählen darf. Die drei wurden aufgrund ihrer Erbanlagen ausgesucht, denn Evie soll die perfekten Nachkommen zeugen.

Alles ändert sich, als Gavin nach Elysium kommt. Er landet aus versehen dort unten und weiß gar nicht wie ihm geschieht, als ihm hinterhergejagt wird, doch er weiß, dass er verschwinden muss. Doch alles hilft nichts und er wird geschnappt. Die Einzige, die Zugang zu ihm hat ist Evie und nach einigen Unterhaltungen, beginnt sie das Geschehen in Elysium zu hinterfragen...

Wichtige Charaktere:

Evelyn kommt am Anfang des Buches ziemlich beschränkt rüber. Naiv, unschuldig und isoliert von allem. Durch die Therapie und alles wird dieser Eindruck verstärkt. Was jedoch schön zu beobachten ist, ist die Wandlung die Evelyn im Laufe des Buches durchlebt. Man erfährt von Seite zu Seite mehr über sie, ihre Psyche und ihr perfektes Leben in Elysium.

Gavins Leben ist nicht ganz so perfekt. Durch einen Zufall entdeckt er Elysium und stoplert somit in Evies Welt. Er ist ein Oberflächenbewohner, somit ein Exot. Mir war er sofort sympathisch, er hat eine einnehmende Art. Evie fühlt sich zu ihm hingezogen, doch sie weiß, dass es ein absolutes Tabu ist. Gavin ist der Grund, warum sie ihr Leben hinterfragt.

Mutter ist die perfekte Diktatorin. Sie herrscht über Elysium, bestimmt wer sich verpaaren darf und kontrolliert alles in Elysium. Eigentlich kümmert sie sich rührend um Evelyn, aber man merkt, dass sie sie von allem fernhalten will. Im Laufe des Buches durchläuft auch Mutter eine Wandlung, die nicht ohne ist. Mutter ist nicht Evelyns leibliche Mutter.

Meine Meinung:

Wow! Das war das erste, was ich nach Beendigung von "Renegade" gedacht habe. Danach dachte ich: Wann kommt Band 2?.

Ich war restlos begeistert. Man ist sofort drin in der Story. Durch die grau hinterlegten Sätze bekommt man Einblicke in Evies Gedanken und manchmal denkt man nur: Bitte was? 
Aber von Kapitel zu Kapitel wird es weniger und man beginnt zu verstehen was das alles auf sich hat. 
Am Anfang gibt es schon eine ziemlich brutale Szene, die jedoch perfekt in eine Dystopie passt.
Die Schilderungen, wie die Unterwasserwelt vor Evies Garten aussieht, verleitet zum fantasieren und zum träumen. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen.

Im letzten drittel geht es dann drunter und drüber. Man bekommt eine Aufklärung nach der anderen geliefert, und man beginnt zu verstehen was in Elysium schief läuft. Das Ende ist zum Glück nicht offen, aber ich hätte trotzdem sofort weiter lesen können, denn J. A. Souders besitzt einen unglaublich fesselnden Schreibstil. "Renegade" habe ich in einer Nacht beendet, da es so spannend war und ich unbedingt wissen wollte wie es Endet.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive, aus Evelyns Sicht und in der Gegenwartsform geschrieben. Ich mag Bücher, die in der Gegenwart geschrieben sind und ich finde, bei einer Dystopie macht es auch Sinn.

Fazit:

Durch die Unterwasserwelt, sticht "Renegade" aus den ganzen Dystopien hervor. Gerade im Jugendbuch-Bereich habe ich noch nichts vergleichbares gelesen. Wirklich top!

Bewertung:


5 Sterne

Ein herzliches Dankeschön geht an den ivi Verlag, für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares!



 
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