Donnerstag, 22. August 2013

[Skandalööös?!] Feuchtgebiete: (K)Ein Film für Jeden

Hallöchen,

zum Einstieg in diese Mini-Review möchte ich euch eine kleine Geschichte erzählen:

Es war einmal ein Mädchen, welches im Jahre 2009 ziemlich neugierig auf ein gewisses Skandalbuch war. Der Titel hatte sich schon eingeprägt und war in aller Munde. Das praktische war, dass eine gute Freundin des Mädchens dieses Buch besaß und auch gerne verliehen hat und so konnte sie das Buch auch lesen. 
Klar war es ziemlich anstößig, teilweise verstörend und eklig und trotzdem das Buch wurde beendet.

4 Jahre Später

Das Mädchen hat mitbekommen, dass das Buch verfilmt wird und denkt sich: "Diese Verfilmung muss ich aber nicht sehen!" Trotzdem kommt alles anders als erwartet, denn sie wird ihn doch sehen, aufgrund der Tatsache, dass ihre Freundinnen den Film sehen wollen und sie mitnehmen. 

Und dann ist der Tag gekommen, die Ladies First Preview im örtlichen Kino. Zum Einlass gibt es ein Glas Sekt, welches das Mädchen bei so einem Film bitter nötig hat. Der Saal ist voll, nicht nur Frauen, sondern auch eine beachtliche Menge an männlichen Wesen sitzen da und warten. Als endlich das Licht ausgeht und der Film beginnt, ist der ganze Kinosaal ziemlich angespannt, denn jeder erwartet etwas anderes.

Und damit beginnt der "Skandal"!


Ja wie ihr richtig lest, habe ich mir gestern "Feuchtgebiete angeschaut" und egal wie eklig, anstößig [hier passendes Verb einsetzen] etc. der Film war, ich hab noch nie so viel gelacht im Kino.

Inhalt:

Helens Leben ist ziemlich schlüpfrig. Sie macht sich nicht viel aus Hygiene und generell alles ist gut solange es in irgendeiner Hinsicht provoziert. Ihre Eltern sind geschieden, was sie eigentlich auch nicht hinnehmen will, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Sie würfelt gern mal Realität, Trau und Lüge durcheinander und somit weiß man nie woran man bei ihr ist. Was eventuell auch auf die verstörenden Erlebnisse in ihrer Kindheit zurückzuführen ist.

Durch eine missglückte Rasur, landet sie im Krankenhaus, wo sie operiert wird und den Pfleger Robin kennen lernt, dem sie unverblümt ihre "Offene" Art zeigt. Daraus entwickelt sich eine neue Freundschaft und Helens Leben im Krankenhaus wird garantiert nicht langweilig.


Meine Meinung:

Tja was soll ich hier genau sagen... es ist nicht so, dass ich den Film ultra gut fand, aber man muss sagen er war nicht soo miserabel wie ich gedacht hatte, denn mein erster Gedanke: Wie will man dieses Buch bitte umsetzen?

Wer bei Buchverfilmungen bemängelt, dass stellen komplett verändert werden oder gar fehlen, wird bei "Feuchtgebiete" seine Freude haben, denn bis auf klitzekleine Kleinigkeiten, habe ich noch nie einen Film gesehen, der so extrem nah an der Romanvorlage war. Was leider auch die richtig ekligen Sachen betrifft, aber man wusste ja worauf man sich einlässt.

Carla Juri hat Helen genauso rübergebracht, wie sie beim lesen rüberkommt. Frech, ohne Scheu, ziemlich freizügig und naja Helen eben. Auch die anderen Schauspieler, haben meines Erachtens, ihre Rollen richtig gut rübergebracht. Die Mutter, die grad auf dem katholischen Trip ist, Robin, der sich durch Helens Art nicht beeindrucken lässt und sich zu viel überreden lässt, Valerie, die als das Biest rüberkommt, welches sie ist usw.

Die Szenen, von denen wir alle wissen, dass sie im Film vorkommen, werden richtig gezeigt. Manch einer wird den Film auch als pornografisch bezeichnen, aber wer generell gegen solche Sachen ist, braucht den Film nicht schauen. Es wird eben genau gezeigt was mit der Pizza passiert, und auch die Sache mit dem Toilettendeckel, aber so ist es nun einmal.

Trotz allem kam auch der Drama Faktor gut rüber. Denn Helens Kindheit war nicht einfach, ihre Mutter Psychisch labil und der Vater nie für sie da. Sie wird fallen gelassen und vernachlässigt, soll aber mit 8 Jahren das Bad klinisch sauber halten. Wer verübelt ihr da das Leben, dass sie mit 18 führt?

Ich werde hier keine Empfehlung aussprechen und auch keine Bewertung abgeben, denn jeder sollte selber wissen, ob er den Film sehen will oder nicht. Ich kann nur so viel sagen, dass ich trotz allem wie oben erwähnt, ziemlich viel lachen musste und ich schon schlechtere Filme gesehen habe (nichts ist schlechter als Kriger des Lichts :'D siehe Trailer)



Und das wars auch schon mit meinem kleinen Einblick in "Feuchtgebiete". Skandalööös? Oder doch eher normal? Werdet ihr euch den Film angucken oder ist das ein absolutes No Go?

~ Eure Mimi







 
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